Warum sollte ich meine Heizung jetzt tauschen?
Im Hochtaunus, im Main-Taunus-Kreis und in Frankfurt werden je nach Kreis zwischen 82 und 90 Prozent der Wohnungen mit Gas oder Öl beheizt, Wärmepumpen kommen auf rund zwei Prozent oder weniger (Quelle: Zensus 2022). Wenn Sie eine alte fossile Heizung haben, sind Sie damit der Normalfall in der Region. Die meisten dieser Anlagen kommen in den nächsten Jahren ans Ende ihrer Laufzeit, und dann steht die Entscheidung an: noch einmal fossil oder umsteigen.
Das Heizungsgesetz wird gerade reformiert. Die Pflicht zu 65 Prozent erneuerbaren Energien und die Austauschpflicht für alte Kessel entfallen, eine neue Gas- oder Ölheizung ist künftig wieder erlaubt (Stand: Juni 2026, Reform im parlamentarischen Verfahren, Quelle: BMWSB / Bundesregierung). Tauschen müssen Sie also nicht mehr. Es zählt jetzt nur, was sich über die nächsten 15 Jahre rechnet.
Was jetzt für den Tausch spricht, ist die Förderung. Sie besteht auch nach der Reform vom 21. Juli 2026 weiter; der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt seither 16 Prozent und sinkt ab Februar 2027 schrittweise, bis er Ende 2028 ausläuft. Wer jetzt tauscht, nimmt die noch hohe Förderquote mit.
Vorteile des Heizungstauschs
Wie sich ein Heizungstausch rechnet
Der stärkste Grund für den Tausch ist wirtschaftlich: die Gesamtrechnung über die nächsten 15 Jahre. Wir rechnen sie hier transparent vor, mit belegten Zahlen.
Beim Kauf ist die Gasheizung günstiger, das stimmt. Eine neue Gasheizung liegt eingebaut bei rund 10.000 bis 13.000 Euro, ganz ohne Förderung (Quelle: Verbraucherzentrale, 2025). Eine Wärmepumpe für 30.000 Euro kostet nach 46 Prozent Förderung (Haushaltseinkommen über 50.000 Euro) rund 17.120 Euro Eigenanteil. Der Aufpreis von einigen tausend Euro ist über die niedrigeren Betriebskosten in wenigen Jahren wieder hereingeholt.
Der Vorteil der Wärmepumpe entsteht im Betrieb:
Gegenüber Gas spart die Wärmepumpe rund 900 Euro im Jahr, gegenüber Öl noch mehr. Schon zu heutigen Preisen sind das über 15 Jahre rund 14.000 bis 22.000 Euro, je nachdem, ob Sie heute mit Gas oder Öl heizen.
Zusammengerechnet ergibt sich über 15 Jahre dieses Bild, zu Preisen von 2026:
Schon ohne den steigenden CO₂-Preis. Der kommt auf der fossilen Seite noch obendrauf.
Annahmen: Anlagenpreis 30.000 €, 46 % Förderung (zu versteuerndes Haushaltseinkommen über 50.000 €, ohne Einkommensbonus). Mit Einkommensbonus sinkt Ihr Eigenanteil - und damit die Wärmepumpen-Summe - weiter.
Die Kosten für Gas- und Ölheizungen werden steigen.
Der CO₂-Preis auf Gas und Öl liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, ab 2028 wird er über den europäischen Emissionshandel am Markt gebildet. Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln erwartet für 2030 rund 151 Euro pro Tonne, das Umweltbundesamt hält bis 2040 sogar bis zu 275 Euro pro Tonne für möglich (Quellen: Finanztip 2026, Umweltbundesamt). Eine Wärmepumpe zahlt diesen Preis nicht.
Dazu kommt ab 2029 die geplante Biotreppe. Jede neu eingebaute Gas- oder Ölheizung muss dann einen steigenden Anteil teurerer biogener Brennstoffe nutzen (geplant im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz, Stand: Juni 2026). Erlaubt heißt also nicht günstig, und gefördert wird eine neue fossile Heizung ohnehin nicht.
Unterm Strich zeigen das auch unabhängige Vollkostenvergleiche, die steigende Preise einrechnen. Die Beratungsgesellschaft co2online kommt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus über 20 Jahre auf rund 40.000 Euro Ersparnis gegenüber der Gasheizung (Quelle: co2online, 2025).
Gas und Öl bergen ein geopolitisches Risiko
Gas und Öl hängen an der Weltpolitik. Anfang 2026 sind die Heizölpreise mit der Zuspitzung im Nahen Osten und der zeitweisen Bedrohung der Straße von Hormus sprunghaft gestiegen (Quelle: HeizOel24, 2026). Wer heute eine fossile Heizung einbaut, wettet darauf, dass Brennstoff billig und verfügbar bleibt, und die letzten Jahre haben gezeigt, dass man darauf nicht bauen kann.
Diese Rechnungen haben wir sorgfältig recherchiert (Stand: Juni 2026), gerechnet für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf zu Preisen von 2026. Ihr konkreter Fall hängt von Ihrem Haus ab, den rechnen wir bei einem Vor-Ort-Termin durch.
Was beim Tausch einer Gasheizung auf Sie zukommt
Der Tausch einer Gasheizung ist der unkompliziertere Fall. Die alte Therme wird demontiert, der Gasanschluss fachgerecht stillgelegt und beim Netzbetreiber abgemeldet. Das übernehmen wir komplett.
Sie sind während des Einbaus nicht tagelang ohne Wärme. Bei sauberer Planung ist die neue Anlage meist in drei bis vier Tagen in Betrieb, und wir stimmen den Ablauf vorher mit Ihnen ab. Den Schornsteinfeger und die Anmeldung beim Netzbetreiber regeln wir mit.
Der alte Heizraum wird dabei nicht nur frei, sondern auch leiser und ohne Verbrennung im Haus. Was vorher die Therme war, ist danach Stauraum.
Ölheizung tauschen: was mit dem Öltank passiert
Beim Ölheizungstausch kommt ein Schritt dazu, den Sie nicht selbst organisieren müssen: der Öltank. Wir entleeren ihn, demontieren ihn und entsorgen Restöl und Tank fachgerecht über unsere Partnerbetriebe.
Das bringt Ihnen handfest Platz zurück. Tank und Kessel belegen im Keller oft einen ganzen Raum, der nach dem Umstieg auf eine Wärmepumpe frei wird. Die Wärmepumpe selbst steht draußen, im Haus bleibt nur ein kompakter Technikteil.
Dazu fällt die jährliche Tankreinigung weg, ebenso der Ölgeruch und das Risiko austretenden Öls. Und wie die Kostentabelle oben zeigt, ist gerade Öl im Betrieb das teuerste der drei Systeme.
Die Wärmepumpe als Ersatz für Ihre alte Heizung
Statt einer fossilen Heizung bauen wir in den allermeisten Fällen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ein. Sie ist im Betrieb günstiger, unabhängig von Gas- und Ölpreis und wird hoch gefördert. Ob sie in Ihr Haus passt, hängt an der Heizlast, nicht am Baujahr, und das prüfen wir konkret bei einem Vor-Ort-Termin.
Ein häufiger Einwand: „In meinem Haus lohnt sich das nicht." Meistens stimmt das nicht. Bei einem gepflegten Haus aus den Neunzigern oder Zweitausendern reichen oft die vorhandenen Heizkörper, und wenn eine Wärmepumpe bei Ihnen wirklich keinen Sinn ergibt, sind wir die, die es Ihnen sagen.
Alles zur Wärmepumpe
In vier Schritten zur neuen Heizung
Beratung
Wir vereinbaren einen Vor-Ort-Termin, sehen uns die alte Anlage an und rechnen die Heizlast aus. Sie bekommen ein klares Angebot zum Festpreis.
Planung & Förderung
Wir planen die neue Anlage und stellen den kompletten Förderantrag für Sie, bevor irgendetwas beauftragt wird.
Tausch
Unser eigenes Team demontiert die alte Heizung, entsorgt sie fachgerecht und baut die Wärmepumpe ein, meist in drei bis vier Tagen.
Inbetriebnahme & danach
Wir nehmen die Anlage in Betrieb, erklären Ihnen die Bedienung und übernehmen auf Wunsch die Wartung.
„Wenn nach dem Einbau mal etwas ist, erreichen Sie nicht ein Callcenter, sondern mich."
Geschäftsführer
Nach dem Einbau sind wir weiter für Sie da
Die größte Sorge beim Heizungstausch ist nicht der Einbau selbst. Es ist die Frage, wer sich kümmert, wenn die neue Anlage in zwei Jahren einmal nicht läuft. Bei uns erreichen Sie dann nicht ein Callcenter, sondern den Betrieb, der die Anlage gebaut hat.
Wir sind ein inhabergeführter Meisterbetrieb und arbeiten ausschließlich im Rhein-Main-Gebiet. Wenn etwas ist, sind wir in rund 30 Minuten bei Ihnen. Auf Wunsch übernehmen wir die regelmäßige Wartung, damit die Anlage effizient bleibt und Ihre Garantie erhalten bleibt.
Wartung und ServiceHäufige Fragen zum Heizungstausch.
Lassen Sie uns über Ihre alte Heizung sprechen.
Ein erstes Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Sie erfahren, was der Tausch in Ihrem Haus kosten würde, wie viel Förderung für Sie drin ist und wie der Ablauf konkret aussieht.